Tod eines Freundes

 

Der Tod ist leider ein häufig verdrängtes Thema. Wir verbinden damit zu recht Schmerz, Verlust, Enttäuschung und Einsamkeit. Natürlich ist es leichter über den Tod zu reden, wenn man nicht in der Situation steckt, jemanden zu verlieren oder verloren zu haben.

Einige Menschen, die gerade jemanden verloren haben sprechen dagegen über den Tod, um Ihrer Gefühle Herr zu werden, ihre Seele zu befreien und liebevolle Erinnerungen wieder aufleben zu lassen. Es ist vollkommen egal, ob der Verlust eines Menschen oder eines Tieres betrauert wird. Entscheidend ist nur die Bindung, die zu dem Toten bestanden hat.
Es spielt auch keine Rolle, welchem Glauben man angehört, oder ob man überhaupt an etwas glaubt. Der Kreislauf der Natur holt uns alle einmal ein. Jeder hat eine eigene, ganz persönliche Vorstellung davon, ob und was nach dem Tod passiert.

Viele Leute haben sich zu diesem Thema Gedanken gemacht, ich habe in den Weiten des Internets sehr viele Seiten gefunden, wo sich Trauernde zusammenfinden, um sich gegenseitig beizustehen oder wo Gedanken und Gefühle in Gedichten festgehalten werden. Ein paar Fundsachen haben mich im Hinblick auf meine eigenen Hunde und ehemalige Tiere zum Weinen gebracht. Erst recht, seitdem ich meine Bonny gehen lassen mußte... Für meine Tränen schäme ich mich nicht!

 

 


 

 

Kleines Seelchen

Kleines Seelchen in der Nacht, hast mir soviel Glück gebracht,
mußtest gehen, bist nun fort, weit an einem schönen Ort.
Regenbogen, Wasserfall, grüne Wiesen überall,
spielen, toben, frohes Treiben --- hier willst du ganz sicher bleiben.
Kleines Seelchen warte dort, wart auf mich an diesem Ort.
Eines Tages , du wirst sehen, werden wir uns wiedersehen.

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Tröste Dich

Liebes Herrchen, tröste Dich,
ich weiß, wie sehr Du liebtest mich,
und auch mein Herz schlug nur für Dich,
ich nie von Deiner Seite wich.

Verband uns traute Zweisamkeit,
und liebten wir es, rauszugeh'n,
des Abends die Geruhsamkeit,
ließ manche Sorge schnell vergeh'n.

Kann ich Dich nun nicht mehr begleiten,
so wird mein Geist Dich doch geleiten,
meine Nase kennt jede Wiese,
jeden Windzug, welcher blies.

Wirst an allbekannten Stellen
auch erinnert sein ans Bellen,
wenn Du andere Hunde siehst
und vor Deinen Tränen fliehst.

Doch so soll Dich trösten eins:
Du warst mein Licht des Sonnenscheins,
gabst Futter mir und auch ein Dach,
dafür ich hielt Dir treu die Wacht.Nie verlor'n geht diese Liebe,
unerfüllt sie doch erst bliebe,
wenn einander nicht gedacht,
Erinnerung nicht in uns wacht.

Drum gedenke meiner immer,
sonst der Schmerz wird sein noch schlimmer.
Schliess' mich in Dein Herz fest ein,
dann werd ich ewig bei Dir sein.

Sind die Tränen reich geflossen,
denk auch an meine Artgenossen.
Mancher sitzt gar wie in Trance
im Zwinger, hoffend auf die Chance,
welch Du bereit wärst, ihm zu geben
und erneut zu zweit zu leben.

Reich erfüllt von Stolz und Mut
tät nun ein neues Tier Dir gut.

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In Memoriam

Weine nicht um mich, da ich jetzt hinausging in die sanfte Nacht.
Trauere, wenn Du willst, aber nicht so lang, dem Flug meiner Seele hinterher.
Ich habe jetzt Frieden, meine Seele hat Ruh, Tränen braucht es nicht.
Im Gegenteil, denk an das Glück der Liebe, die uns verband.
Es gibt keinen Schmerz, ich leide nicht und auch die Angst ist weg.
Mach Deinen Kopf frei, ich lebe in Deinem Herzen fort.
Vergiss meinen letzten Lebenskampf, vergiss unseren letzten Streit.
Vergrab Dich nicht im Jammertal, sondern freu Dich !

Ich habe GELEBT - mit DIR...!!!

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UNVERGESSEN

Stehe nicht an meinem Grab und weine.
Ich bin nicht dort.
Ich schlafe nicht.
Ich bin tausend Winde, die wehen.
Ich bin das diamantene Glitzern des Schnees.
Ich bin der Sonnenstrahl auf der reifenden Ähre.
Ich bin der sanfte Regen im Herbst.

Wenn Du wachst in der Stille des Morgens,
bin ich im flüchtigen Flügelschlag von Vögeln
im lautlosen kreisenden Flug.

Ich bin das sanfte Sternenlicht in der Nacht.
Stehe nicht an meinem Grab und weine.
Ich bin nicht dort.
Ich bin nicht tot!
(freie Übersetzung eines indianischen Gedichtes von Herrmann Schneider)

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Zehn Bitten eines Hundes an den Menschen

1.
Mein Leben dauert 10-15 Jahre. Jede Trennung von Dir wird für mich Leiden bedeuten. Bedenke es, ehe Du mich anschaffst.
2.
Gib mir Zeit zu verstehen, was Du von mir verlangst.
3.
Pflanze Vertrauen in mich - ich lebe davon.
4.
Zürne mir nie lange und sperr mich nicht zur Strafe ein. Du hast Deine Freunde, Dein Vergnügen. Ich habe nur DICH.
5.
Sprich manchmal mit mir. Wenn ich auch Deine Worte nicht ganz verstehe, so doch die Stimme, die sich an mich wendet.
6.
Wisse - wie immer an mir gehandelt wird - ich vergesse es nie.
7.
Bedenke, ehe Du mich schlägst, daß meine Kiefer mit Leichtigkeit die Knochen Deiner Hand zerquetschen könnten, daß ich aber keinen Gebrauch davon mache.
8.
Ehe Du mich bei der Arbeit unwillig schiltst, bockig oder faul, bedenke: Vielleicht plagt mich ungeeignetes Futter, vielleicht war ich zu lange der Sonne ausgesetzt oder ich habe ein verbrauchtes Herz.
9.
Kümmere Dich um mich, wenn ich alt werde - auch Du wirst einmal alt sein.
10.
Geh jeden schweren Gang mit mir. Sage nie: "Ich kann sowas nicht sehen" oder "Es soll während meiner Abwesenheit geschehen".

Alles ist leichter für mich mit Dir !

 

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Der Beste Freund

Hast Du mal Ärger auf dieser Welt
weil Dich verführt das schnöde Geld,
und hast du Kummer manche Stund,
dann tröstet Dich dein lieber Hund.

Mit ihm wirst Du keine Enttäuschung erleben,
er ist dir immer treu ergeben,
wenn er Dir in die Augen schaut,
dann weißt Du, daß er Dir vertraut.
Mißbrauche seine Liebe und Treue nie,
er ist etwas anderes , als nur ein Stück Vieh,
sollte es im Leben Dir schlecht ergeh´n,
wird er Dir immer zur Seite steh´n.
Wenn er mal nicht mehr bei Dir ist,
fühlst Du erst, wie allein Du bist,
und heißt es von ihm Abschied nehmen,
sind deine Augen voller Tränen.
Dir gilt dann sein letzter Blick,
als Abschied vom Familienglück...
hast Tage noch um ihn geweint,
er war doch halt Dein Bester Freund.


Gerhard Trilsch

 

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Thornton Wilder

Viele, die ihr ganzes Leben der Liebe widmen,
können uns weniger über sie sagen,
als ein Kind,
das gestern seinen Hund verloren hat.

 

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Der letzte Gang

Bin ich einst gebrechlich und schwach,
und quälende Pein hält mich wach,
was Du dann tun mußt,
tue es allein.
Die letzte Schlacht wird verloren sein.

Daß Du sehr traurig, verstehe ich wohl.
Deine Hand vor Kummer zögern soll.
An diesem Tag 
mehr als jemals geschehen 
 muß Deine Freundschaft das Schwerste bestehen.

Wir lebten in Jahren voller Glück.
Furcht vor dem Muß ?
Es gibt kein Zurück !
Du möchtest doch nicht, daß ich leide dabei.
Drum gib, wenn die Zeit kommt,
bitte mich frei.

Begleite mich dahin, wo ich hingehen muß.
Nur Bitte bleibe bei mir bis zum Schluß.
Und halte mich fest und rede mir gut zu,
bis meine Augen kommen zur Ruh.

Mit der Zeit - ich bin sicher - wirst Du es wissen,
es war die Liebe, die Du mir erwiesen.
Vertrauendes Wedeln ein letztes Mal.
Du hast mich befreit von Schmerzen und Qual.

Und gräme  Dich nicht, wenn Du es einst bist -
der Partner der diese schwere Entscheidung treffen muß.

Wir waren beide so innig vereint.
Es soll nicht sein, daß Dein Herz um mich weint!!!

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Mein Hund ist gestorben

Ich begrub ihn im Garten, neben einer alten verrosteten Maschine.
Dort, nicht weiter unten, nicht weiter oben,
wird er sich einmal mit mir vereinen.
Jetzt ist er weg, mit seiner Haarfarbe,
seiner üblen Erziehung, seiner kühlen Nase.
Und ich, Materialist, der nicht daran glaubt,
daß es den verheißenen himmlischen Himmel für irgendeinen Menschen gibt,
glaube für diesen Hund oder für jeden Hund an den Himmel,
ja, ich glaube an einen Himmel, in den ich nicht komme,
doch wo er mich erwartet, seinen Fächerschwanz schwenkend,
damit es mir bei der Ankunft nicht an Freundschaft fehle.

Ach, ich will nicht von der Traurigkeit reden,
daß ich ihn hier auf Erden nicht mehr als Gefährten habe,
ihn, der mir niemals ein Diener gewesen ist, er hegte für mich Igelfreundschaft,
die seine Unabhängigkeit wahrte, die Freundschaft eines selbständigen Sterns,
ohne überflüssige Vertraulichkeit, ohne Übertreibungen:
Er sprang nicht an meiner Kleidung empor,
bedeckte mich nicht mit Haaren und Schorf,
er rieb sich nicht an meinem Knie,
wie es andere, geschlechtsbesessene Hunde tun.

Nein, mein Hund schaute mich an, schenkte mir die Aufmerksamkeit,
die ich brauchte, soviel Aufmerksamkeit wie nötig ist,
um einen Eitlen begreifen zu lassen, daß er, als Hund mit diesen Augen, reiner als die meinen,
die Zeit verlor, doch er schaute mich an mit dem Blick,
der sein ganzes zotteliges Leben für mich bereithielt, sein verschwiegenes Leben
dicht bei mir, ohne mich je zu belästigen und ohne irgendwas von mir zu verlangen.

Ach, wie oft wünschte ich mir einen Schwanz,
wenn ich neben ihm ging über die Ufer der See, im Winter von Isla Negra, in der großen Einsamkeit:
Droben die Luft durchschossen von eisigen Vögeln,
und hüpfend mein Hund, struppig,
erfüllt von der wellenwerfenden Kraft elektrischer Meeresspannung,
mein streunender, schnupperseliger Hund,
hissend den goldenen Schweif im Anblick des Oceans und seiner Gischt.

Fröhlich, fröhlich, fröhlich, wie Hunde glücklich sein können,
einfach so, mit der Unumschränktheit unverschämter Natur.


Kein Adieu für meinen Hund, der gestorben ist.

Zwischen uns gibt es und gab es keine Lüge.
Er ist weg und ich begrub ihn, und das war alles.

Pablo Neruda, Letzte Gedichte, 1975

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Die Brücke des Regenbogens

Eine Brücke verbindet den Himmel und die Erde.
Wegen der vielen Farben nennt man Sie die Brücke des Regenbogens.

Auf dieser Seite der Brücke liegt ein Land mit Wiesen, Hügeln und saftigem Gras.
Wenn ein geliebtes Tier auf der Erde für immer eingeschlafen ist, geht es zu diesem wunderschönen Ort.
Dort gibt es immer zu fressen und zu trinken und es ist warmes, schönes Frühlingswetter.
Die alten und kranken Tiere sind wieder jung und gesund. Sie spielen den ganzen Tag zusammen.

Es gibt nur eine Sache, die sie vermissen. Sie sind nicht mit ihren Menschen zusammen, die sie auf der Erde so geliebt haben.
So rennen und spielen sie zusammen, bis eines Tages plötzlich eines von Ihnen innehält und aufsieht.
Die Nase bebt, die Ohren stellen sich steif auf und die Augen werden ganz groß !

Plötzlich rennt es aus der Gruppe heraus und fliegt förmlich über das grüne Gras.
Die Füße tragen es schneller und schneller.
Es hat D i c h gesehen.
Und wenn Du und Dein spezieller Freund sich treffen, nimmst Du Ihn in Deine Arme und hälst ihn fest.
Dein Gesicht wird geküßt, wieder und wieder.
und Du schaust endlich wieder in die Augen Deines geliebten Tieres, das so lange aus Deinem Leben verschwunden war, aber nie aus Deinem Herzen und Deinen Gedanken.

Dann überschreitet Ihr gemeinsam die Brücke des Regenbogens, und ihr werdet nie wieder getrennt sein.....

Autor des Originals unbekannt.

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Der alte Kettenhund

Ich bin allein; es ist schon Nacht
und stille wird's im Haus.
Dort ist ein Feuer angefacht,
dort ruht mein Herr sich aus.
Er liegt im warmen Federbett,
deckt bis ans Ohr sich zu,
und ich auf meinem harten Brett
bewache seine Ruh'.
Die Nacht ist kalt, ich schlafe nicht,
der Wind aus Ost weht kalt;
die Kälte ins Gebein mir kriecht,
ich bin ja auch schon alt.
Die Hütte, die mein Herr versprach,
erlebe ich nicht mehr,
der Regen tropft durch's morsche Dach,
Stroh gab's schon lang nicht mehr.
Die Nacht ist kalt, der Hunger quält,
mein Winseln niemand hört -
und wüßt' mein Herr auch, was mir fehlt
er wird nicht gern gestört.
Die Nacht ist lang, zum zehnten Mal
leck ich die Schüssel aus,
den Knochen, den ich jüngst versteckt,
den grub ich längst schon aus.
Die Kette, die schon oft geflickt,
sie reibt den Hals mir bloß.
Sie reicht nur noch ein kurzes Stück,
und nie werd' ich sie los.
Was Freiheit ist, das lern' ich nie,
doch weiß ich, ich bin treu.
So lieg' ich, warte auf den Tod,
denn dieser macht mich frei.

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Hund verstorben - was nun?

"Es ist eine Grausamkeit auf dieser Welt, dass das Leben eines Hundes um soviel kürzer ist, als das eines Menschen".
Konrad Lorenz

Unweigerlich kommt der Tag, an dem wir von unserem heißgeliebten vierbeinigen Freund Abschied nehmen müssen.

Viele Hundefreunde sind ratlos. Was tun, wenn mein Hund verstirbt?

Nach dem Tierkörper-Beseitigungsgesetz ist die Abdeckerei der gängige Entsorgungsweg. Viele Hundefreunde können sich jedoch mit diesem Gedanken überhaupt nicht anfreunden, ihren verstorbenen Lebensgefährten in eine Abdeckerei zu geben, denn dort werden aus unseren vierbeinigen Freunden Tierfuttermehle, Gelantine, Seife und Klebstoffe hergestellt. Als Alternative wählen deshalb immer mehr Hundefreunde:

1.
Beerdigung auf dem Grundstück
Nach dem Tierkörperbeseitigungsgesetz können Sie Ihren Liebling ohne weiteres auf Ihrem Grundstück beerdigen. Einzigste Ausnahme: Ihr Grundstück darf nicht in einem Wasserschutzgebiet liegen.
 
2.
Beerdigung auf einem Tierfriedhof
Falls Sie keine Möglichkeit haben, Ihren Liebling auf Ihrem Grundstück zu beerdigen, können sie ihn auch auf einem öffentlichen Tierfriedhof bestatten lassen. In Deutschland gibt es inzwischen über 50 derartige Friedhöfe.
 
3.
Einäscherung in einem Haustier-Krematorium
Auch für Haustiere gibt es inzwischen spezielle Krematorien, in dem Sie Ihren verstorbenen Liebling einäschern können. Da die behördlichen Auflagen sehr streng sind, gibt es nur wenige Krematorien in Deutschland. Um die teilweise großen Entfernungen zu überbrücken, bieten einige Krematorien einen umfassenden Rundumservice von der Abholung des toten Tieres bis zur Zustellung der Urne an.

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